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Handwärmer kochen: Wie lange, wie oft und was tun, wenn er nicht startet

Der Handwärmer liegt hart und weiß in der Schublade, draußen wird es kalt, und die Anleitung ist längst verschwunden. Jetzt stellt sich die Frage, wie lange er ins kochende Wasser muss, ob der Wasserkocher nicht auch reicht und warum der letzte nach dem Knicken einfach kalt geblieben ist.

Hier erfährst du, wie lange du Handwärmer kochen musst, wie du sie wieder aktivierst, wie oft das geht und was hilft, wenn einer nicht startet.

5 Min. Lesezeit

Acht Taschenwärmer von kawako in acht Formen und Farben auf einem hellen Holztisch: rote Matte, orange Wärmflasche, gelber Stern, blaues Oval, lila Blume, grünes Quadrat, pinkes Herz und klarer runder Wärmer Mit KI bearbeitet

Wie funktioniert ein Taschenwärmer?

Im Inneren eines Taschenwärmers steckt eine Gelfüllung aus Natriumacetat, einer Salzlösung, und ein kleines Metallplättchen. Solange das Gel klar und flüssig ist, hat es Wärme gespeichert. Knickst du das Plättchen, beginnt die Füllung zu kristallisieren und gibt diese Wärme ab. In kurzer Zeit wird der Handwärmer so etwa 50 °C warm.

Nach einer Weile ist das ganze Gel fest geworden, und der Wärmer kühlt langsam ab. Beim Aufkochen lösen sich die Kristalle wieder, das Gel wird erneut flüssig und speichert neue Wärme. Deshalb kannst du denselben Handwärmer immer wieder verwenden, ganz ohne Batterie und ohne Steckdose.

Was ist im Handwärmer drin?

Natriumacetat ist ungefährlich. Es ist sogar als Lebensmittelzusatzstoff E262 zugelassen und steckt zum Beispiel als Säureregulator in vielen Obst-, Gemüse-, Fisch- und Salatkonserven. Deshalb kannst du Handwärmer mit Gelfüllung auch Kindern unbesorgt mitgeben.

Wie lange muss man Handwärmer kochen?

Ein benutzter Handwärmer ist hart. Um ihn wieder flüssig zu machen und erneut zu aktivieren, kochst du ihn auf, und zwar so lange, bis das Gel vollständig klar und flüssig ist. Als Richtwert gilt: Taschenwärmer etwa 5 bis 8 Minuten, Nackenwärmer 8 bis 10 Minuten, durchgängig kochend. So gehst du vor:

  • Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.
  • Die ausgehärteten Handwärmer ins kochende Wasser geben.
  • Taschenwärmer etwa 5 bis 8 Minuten, Nackenwärmer 8 bis 10 Minuten durchgängig kochen lassen.
  • Herausnehmen, sobald das Gel klar und flüssig ist. Nimm dafür einen Löffel oder eine Küchenzange, die Wärmer sind dann heiß.

Vor dem ersten Gebrauch einmal aufkochen

Auch einen neuen Handwärmer kochst du vor dem ersten Einsatz einmal richtig auf. So hast du von Anfang an die volle Wärmephase. Alle Schritte auf einer Seite findest du auch in unserer Anleitung als PDF.

Kann man Handwärmer im Wasserkocher kochen?

Nein. Im Wasserkocher kann die Hülle aus PVC mit dem Heizelement in Berührung kommen, und diese Gefahr ist zu groß. Koch deine Handwärmer deshalb immer im Topf auf.

Auch die Mikrowelle ist kein Ersatz für den Topf. Handwärmer mit Gelfüllung gehören nicht in die Mikrowelle.

Wie aktiviert man Handwärmer?

Ist das Gel klar und flüssig, knickst du das Metallplättchen im Inneren einmal kurz. Vom Plättchen aus wandert die Kristallisation durch das ganze Gel, und der Wärmer wird in kurzer Zeit warm. Mit zwei Handgriffen hält die Wärme länger:

  • Kneten nach dem Aktivieren verlängert die Wärmephase eines Taschenwärmers.
  • Einen Nackenwärmer deckst du am besten ab, zum Beispiel mit einem Handtuch.

Was tun, wenn der Handwärmer nicht startet?

Meistens liegt es an einem von zwei Dingen. Drückst du das Gel beim Knicken mit den Fingern vom Plättchen weg, kommt der Startimpuls nicht im Gel an. Halte den Wärmer deshalb locker und knick nur das Plättchen.

Außerdem ist das Gel bei Zimmertemperatur etwas träge, und der Wärmer startet dann nicht zuverlässig. Bewahr deine Handwärmer deshalb an einem kühlen Ort auf, bevor du sie benutzt oder ausprobierst. Ist das Gel an einzelnen Stellen schon fest geworden, kochst du den Wärmer einfach noch einmal auf.

Wie oft kann man einen Handwärmer benutzen?

Ein Taschenwärmer lässt sich etwa 500-mal aufkochen und wieder verwenden. Für manche Nackenwärmer gibt der Hersteller sogar bis zu 1.000 Durchgänge an. Ein einzelner Wärmer begleitet dich also durch viele Winter, und du musst keine Einwegwärmer nachkaufen.

Ein ganz heißer Tipp für unterwegs

Kannst du deine Handwärmer tagsüber nicht aufkochen, koch sie morgens kurz vor dem Losgehen auf und steck sie gleich ein. Die Restwärme vom Aufkochen wärmt dich auf dem Hinweg, ohne dass du die Wärmer aktivierst. Auf dem Rückweg knickst du dann das Plättchen und hast ein zweites Mal warme Hände.

Wie lange bleibt ein Taschenwärmer warm?

Eine feste Minutenangabe gibt es dafür nicht, und jede Zahl wäre hier geraten. Wie lange ein Handwärmer warm bleibt, hängt von drei Dingen ab:

  • von der Umgebungstemperatur,
  • von der Größe des Wärmers,
  • und davon, wie du ihn einsetzt.

So holst du mehr Wärme heraus

In der geschlossenen Jackentasche hält die Wärme länger als in der kalten Hand. Kneten nach dem Aktivieren und ein Handtuch über dem Nackenwärmer verlängern die Wärmephase zusätzlich.

So macht Bütic kalte Tage schöner

Bei Bütic findest du Taschenwärmer in vielen Formen und Motiven, alle mit Gelfüllung und zum Aufkochen gemacht. Sie passen in jede Jacken- oder Hosentasche und sind ein kleines Geschenk, das den ganzen Winter mitgeht.

Fazit

Handwärmer kochst du im Topf, nie im Wasserkocher oder in der Mikrowelle: Taschenwärmer etwa 5 bis 8 Minuten, Nackenwärmer 8 bis 10 Minuten, bis das Gel klar ist. Kühl aufbewahrt und mit einem kurzen Knick starten sie zuverlässig, und das rund 500-mal.

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