Wie sieht ein Ahornblatt aus? Formen, Arten und Erkennungsmerkmale
Beim Herbstspaziergang liegt ein gezacktes Blatt auf dem Weg, und sofort ist die Frage da, ob das ein Ahorn ist. Vielleicht sucht dein Kind eine Vorlage für die Herbstdeko, oder du möchtest ein Ahornblatt zeichnen und weißt nicht mehr genau, wie viele Spitzen es hat.
Hier erfährst du, woran du ein Ahornblatt erkennst, wie sich Spitz-, Berg-, Feld- und Fächerahorn unterscheiden und warum das Blatt auf der kanadischen Flagge ein bisschen anders aussieht.
Mit KI bearbeitet
Mit KI bearbeitet: Vorlage war ein echtes Foto unseres Produkts. Daraus hat eine KI die Szene gestaltet, etwa Tisch, Licht und Umgebung. Form und Farbe entsprechen dem Produkt, kleine Abweichungen sind möglich.
Mit KI generiert: Eine KI hat das Bild ohne Produktfoto als Vorlage erzeugt, zum Beispiel als Stimmungs- oder Anwendungsbild. Form und Farben können vom echten Produkt abweichen.
Woran erkennt man ein Ahornblatt?
Ein Ahornblatt ist handförmig gelappt. Seine Lappen gehen alle von einem Punkt am Ende des Blattstiels aus, ähnlich wie die Finger einer Hand. Die meisten Arten haben drei bis fünf Lappen, manche sieben oder mehr. Diese Merkmale helfen dir beim Bestimmen:
- Die Hauptadern laufen strahlenförmig vom Stielansatz in jeden einzelnen Lappen.
- Der Blattstiel ist lang, oft so lang wie das Blatt selbst.
- Am Zweig stehen die Blätter paarweise gegenüber, Fachleute sagen gegenständig.
- Der Rand ist je nach Art glatt, grob gezähnt oder fein gesägt.
Ahorn oder Platane?
Die Blätter der Platane sehen denen des Ahorns zum Verwechseln ähnlich. Ein Blick auf den Zweig klärt es: Beim Ahorn stehen die Blätter paarweise gegenüber, bei der Platane einzeln und versetzt. Außerdem blättert die Rinde der Platane in Flecken ab, sodass der Stamm aussieht wie ein Tarnmuster.
Wie sehen die Blätter der heimischen Ahornarten aus?
In Deutschland wachsen vor allem drei Ahornarten wild: Spitzahorn, Bergahorn und Feldahorn. Ihre Blätter unterscheiden sich deutlich, wenn man weiß, worauf man achten muss.
Spitzahorn
Seine fünf bis sieben Lappen laufen in lange, feine Spitzen aus, die Buchten dazwischen sind rund. Das sicherste Erkennungszeichen: Brichst du den Blattstiel ab, tritt ein weißer Milchsaft aus.
Bergahorn
Das Blatt hat fünf eher stumpfe Lappen mit unregelmäßig grob gesägtem Rand. Die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite heller und graugrün. Milchsaft hat der Bergahorn nicht.
Feldahorn
Seine Blätter sind deutlich kleiner als die von Spitz- und Bergahorn und haben drei bis fünf abgerundete Lappen mit fast glattem Rand. Wie beim Spitzahorn tritt am abgebrochenen Stiel Milchsaft aus.
Ahornblätter im Vergleich
Die wichtigsten Merkmale der bekanntesten Ahornarten auf einen Blick.
| Ahornart | Lappen | Blattrand | Erkennungszeichen |
|---|---|---|---|
| Spitzahorn | 5 bis 7, in lange, feine Spitzen ausgezogen | glatt mit wenigen großen Zähnen | weißer Milchsaft im Blattstiel |
| Bergahorn | 5, eher stumpf | unregelmäßig grob gesägt | Unterseite heller graugrün, kein Milchsaft |
| Feldahorn | 3 bis 5, abgerundet | fast glatt | kleine Blätter, Milchsaft im Blattstiel |
| Fächerahorn (Japanischer Ahorn) | 5 bis 9, schmal und tief eingeschnitten | fein gesägt | zierliche Blätter, viele Sorten im Herbst leuchtend rot |
| Zuckerahorn | 3 bis 5 | wenige große Zähne | aus seinem Saft wird Ahornsirup gekocht |
Die Merkmale gelten für typische Blätter. Form und Größe schwanken je nach Baum, Standort und Alter.
Fächerahorn und das Blatt auf der kanadischen Flagge
Zwei Ahornblätter kennst du wahrscheinlich, auch wenn du noch nie bewusst einen Ahorn bestimmt hast: das filigrane Blatt des Japanischen Ahorns aus vielen Gärten und das rote Blatt auf der Flagge Kanadas.
Japanischer Fächerahorn
Sein Blatt ist zierlich und in fünf bis neun schmale, tief eingeschnittene Lappen geteilt, der Rand ist fein gesägt. Viele Sorten färben sich im Herbst leuchtend rot. Deshalb ist der Fächerahorn als Gartenbaum und Kübelpflanze so beliebt.
Warum hat das Ahornblatt auf der kanadischen Flagge 11 Spitzen?
Das Blatt auf der Flagge ist stilisiert: Es zeigt keine bestimmte Ahornart, sondern eine klare, gut erkennbare Form mit 11 Spitzen. Kanada führt die Flagge seit 1965. Der Ahorn ist dort ein Nationalsymbol, und aus dem Saft des Zuckerahorns wird Ahornsirup gekocht.
Ahornblätter im Herbst
Im Herbst zeigt der Ahorn seine schönsten Farben, von Gelb über Orange bis Rot. Das liegt daran, dass der Baum den grünen Blattfarbstoff Chlorophyll abbaut. Dann werden die gelben und orangen Farbstoffe sichtbar, die schon vorher im Blatt waren. Das Rot bilden viele Ahornarten im Herbst neu, besonders kräftig nach sonnigen Tagen und kühlen Nächten.
Die Früchte: kleine Propeller
Auch die Früchte verraten den Ahorn. Sie hängen paarweise zusammen und tragen je einen Flügel. Fallen sie vom Baum, drehen sie sich wie ein Propeller und segeln ein Stück weit fort. Kinder kennen sie als Nasenzwicker, weil man die klebrige Bruchstelle auf die Nase drücken kann.
So zeichnest du ein Ahornblatt
Mit ein paar Hilfslinien gelingt dir ein Ahornblatt auch ohne Vorlage:
- Zeichne den Blattstiel und markiere an seinem oberen Ende den Mittelpunkt.
- Ziehe von dort fünf Strahlen wie die Finger einer gespreizten Hand: den mittleren am längsten, die beiden seitlichen etwas kürzer und die beiden unteren am kürzesten.
- Lege um jeden Strahl einen Lappen und lass ihn in eine Spitze auslaufen.
- Setze an die Ränder ein paar größere Zähne und zeichne zum Schluss die Adern entlang der Strahlen ein.
Vom Herbstspaziergang auf den Basteltisch
Wer Ahornblätter nicht nur bestimmen, sondern auch als Deko nutzen möchte: In unserer Werkstatt in Pößneck lasern wir fünf Ahornblatt-Formen aus 3 mm Sperrholz, vom naturnahen Blatt über das kanadische Flaggenblatt bis zum Japanischen Ahorn. Du findest sie bei den Pflanzen-Motiven aus Holz.
Fazit
Ein Ahornblatt erkennst du an den handförmigen Lappen, den strahlenförmigen Adern und den Blättern, die paarweise gegenüberstehen. Spitzahorn und Feldahorn verraten sich durch Milchsaft im Stiel, der Bergahorn durch seine helle Unterseite.