Sperrholz mit Ausschnitt bestellen: Löcher und Aussparungen, die halten
Du planst Anhänger für den Weihnachtsbaum, ein Türschild oder ein Mobile für das Kinderzimmer. Die Formen hast du schon im Kopf, nur fehlt überall ein Loch: für das Band, für die Schraube, für die Kordel.
Im Baumarkt wird Sperrholz rechteckig gesägt, und wer selbst in 3 mm dünnes Holz bohrt, kennt die ausgefransten Ränder auf der Rückseite. Also suchst du nach einem Weg, Sperrholz mit Ausschnitt zu bestellen, am besten gleich in der richtigen Form.
Hier erfährst du, welche Ausschnitte sich in Sperrholz, MDF, Pappe, Filz und PLEXIGLAS® lasern lassen, wie groß ein Loch sein sollte, wie viel Rand es braucht und wo es sitzen muss, damit dein Teil gerade hängt. Und du siehst, wie du Löcher und Aussparungen direkt beim Bestellen festlegst.
Mit KI bearbeitet
Mit KI bearbeitet: Vorlage war ein echtes Foto unseres Produkts. Daraus hat eine KI die Szene gestaltet, etwa Tisch, Licht und Umgebung. Form und Farbe entsprechen dem Produkt, kleine Abweichungen sind möglich.
Mit KI generiert: Eine KI hat das Bild ohne Produktfoto als Vorlage erzeugt, zum Beispiel als Stimmungs- oder Anwendungsbild. Form und Farben können vom echten Produkt abweichen.
Ausschnitt, Aussparung oder Loch: was ist der Unterschied?
Im Alltag meinen alle drei Wörter dasselbe: eine Öffnung innerhalb eines Teils. Beim Lasern heißt so eine Öffnung Innenschnitt. Üblicherweise schneidet der Laser sie zuerst und danach die Außenkontur, damit das Teil beim Schneiden nicht verrutscht.
Ein Loch ist meist klein und rund, etwa für ein Band oder eine Schraube. Eine Aussparung oder ein Ausschnitt ist größer und darf auch eckig oder länglich sein, zum Beispiel ein Fenster in einem Schild, ein Griffloch oder ein Langloch, durch das ein breites Satinband passt.
Zur Frage nach Formen, die nicht rechteckig sind: Die Außenform eines gelaserten Zuschnitts ist frei. Herz, Stern, Wolke oder Kamel entstehen genauso wie ein Rechteck, weil der Laser jeder Linie folgt. Für die Öffnungen innen reichen bei den meisten Vorhaben vier Grundformen: rund, oval, quadratisch und rechteckig.
Selbst bohren oder gleich lasern lassen?
Ein Loch lässt sich natürlich auch nachträglich bohren. Ob das gut geht, hängt vom Material ab. Dünne Platten reagieren empfindlich auf Druck und Wärme, und bei kleinen Teilen bleibt kaum Platz, um sie festzuhalten.
Sperrholz und MDF bohren
Beim Bohren reißt die letzte Lage an der Austrittsseite gern aus. Bei Sperrholz splittert dann ein Stück Furnier ab, bei MDF bröselt der Rand. Ein Brett als Unterlage, ein scharfer Holzbohrer mit Zentrierspitze und wenig Druck helfen. Bei kleinen Anhängern und vielen gleichen Teilen bleibt es trotzdem mühsam, jedes Loch an dieselbe Stelle zu bekommen.
PLEXIGLAS®, Pappe und Filz
PLEXIGLAS® kann beim Bohren reißen, wenn der Bohrer hakt oder das Material warm wird. Wie es trotzdem klappt, steht im Beitrag PLEXIGLAS® bohren und biegen. Pappe und Filz lassen sich mit einer Lochzange stanzen, allerdings nur nah am Rand und nur in den Größen der Zange.
Was der Laser anders macht
Der Laser berührt das Material nicht, er verdampft es entlang der Linie. Deshalb splittert nichts, und auch ein Loch von wenigen Millimetern sitzt genau dort, wo es hingehört. Bei Holz, MDF und Pappe wird die Schnittkante dabei leicht braun. Bei PLEXIGLAS® bleibt sie glatt und glänzend, und Filz aus Polyester schmilzt an der Kante minimal an, sodass sie später nicht ausfranst.
Wie groß sollte ein Loch sein?
Die richtige Größe hängt davon ab, was durch das Loch soll. Diese Richtwerte helfen beim Planen.
| Wofür | Form | Richtwert | Darauf achten |
|---|---|---|---|
| Kordel, Garn, dünner Draht | rund | Ø 2 bis 4 mm | etwa 1 mm größer, als die Kordel dick ist |
| Satinband oder Schleifenband | oval oder rechteckig | 1 bis 2 mm breiter als das Band, 2 bis 3 mm hoch | als Langloch quer gelegt, liegt das Band flach |
| Nagel oder Schraube an der Wand | rund | etwas größer als die Schraube, für 4 mm etwa Ø 4,5 mm | mehr Rand einplanen, das ganze Teil hängt an diesem Loch |
| Schlüsselring oder Karabiner | rund | Ø 3 bis 5 mm | der Ring zieht immer an derselben Stelle, also nicht zu knapp am Rand |
| Fingerloch zum Greifen | rund oder oval | Ø 20 bis 25 mm | bei Holz die Kante bei Bedarf leicht anschleifen |
| Fenster für ein Foto | rechteckig oder oval | rundum 5 bis 10 mm kleiner als das Foto | das Foto von hinten aufkleben |
Richtwerte, keine Normmaße. Im Zweifel plane ein Loch lieber etwas größer.
Wie viel Rand braucht ein Ausschnitt?
Zwischen Loch und Außenkante bleibt ein schmaler Steg stehen. Ist er zu dünn, bricht er beim ersten Zug am Band oder schon beim Herauslösen aus der Platte. Als Untergrenze gelten 3 mm, zum Rand und genauso zwischen zwei Löchern.
Mehr Rand brauchst du, wenn Gewicht oder Zug auf dem Loch liegt. Ein Türschild an einer Schraube verträgt einen breiteren Steg besser als ein leichter Anhänger. Auch das Material spielt mit. Welches zu deinem Vorhaben passt, steht im Beitrag Sperrholz, HDF, Pappe oder Filz.
- Sperrholz besteht aus kreuzweise verleimten Lagen und hält deshalb in jede Richtung ähnlich gut.
- MDF und HDF sind gleichmäßig dicht, an sehr schmalen Stegen aber spröder als Sperrholz.
- Pappe gibt unter Zug nach. Plane hier lieber ein paar Millimeter mehr Rand ein.
- Filz ist weich und dehnt sich. Ein Loch weitet sich mit der Zeit etwas, es darf deshalb knapp bemessen sein.
- PLEXIGLAS® ist fest, kann an sehr schmalen Stegen aber brechen, wenn das Teil herunterfällt.
Ausschnitte richtig platzieren
Ob ein Teil gerade hängt, entscheidet die Lage des Lochs mehr als seine Größe. Mit diesen Punkten planst du die Position.
- Aufhängeloch über den Schwerpunkt: Bei symmetrischen Formen wie Herz, Stern oder Kreis sitzt es oben in der Mitte. Bei einem Tier liegt der Schwerpunkt meist im Körper und nicht in der Mitte zwischen Kopf und Schwanz. Setz das Loch deshalb über den Rumpf, sonst hängt das Teil schief.
- Zwei Löcher für eine ruhige Hängung: Schilder und Girlandenteile hängen an zwei Punkten ruhiger. Setz beide Löcher gleich weit vom oberen Rand und gleich weit von der Mitte entfernt.
- Nicht in die Spitze: In Zacken und schmalen Bereichen fehlt der Platz für einen stabilen Steg. Ein Stern hängt besser an einem Loch etwas unterhalb der oberen Zacke als ganz außen.
- Motiv freihalten: Trägt dein Teil eine Gravur oder soll es bemalt werden, plane das Loch dort, wo es nichts verdeckt.
- Gleiche Teile, gleiche Stelle: Für eine Girlande oder ein Mobile sitzen die Löcher bei allen Teilen am besten an derselben Stelle. So hängen sie in einer Linie.
So bestellst du deinen Zuschnitt bei Bütic gleich mit Ausschnitt
An über 2.600 Zuschnitten aus Pappel- und Birkensperrholz, MDF und HDF, Pappe, Filz und PLEXIGLAS® findest du auf der Artikelseite den Knopf Loch oder Ausschnitt hinzufügen. Er öffnet eine Vorschau deines Teils in der gewählten Größe und im echten Material. Dort setzt du deine Ausschnitte selbst.
- Wähle zuerst die Größe deines Zuschnitts und öffne dann die Vorschau.
- Wähle die Form: rund, oval, quadratisch oder rechteckig. Das Maß gibst du in Millimetern ein, ab 1 mm.
- Schieb den Ausschnitt mit den Pfeilen millimeterweise an seinen Platz oder setz ihn mit einem Klick waagerecht oder senkrecht in die Mitte. Unter der Vorschau steht, wie viele Millimeter er vom linken und vom oberen Rand entfernt ist.
- Ein rot gestreifter Rand zeigt die 3 mm, in denen kein Ausschnitt liegen darf. Passt etwas nicht, steht direkt darunter, was zu ändern ist.
- Bis zu 12 Ausschnitte pro Teil sind möglich, jeder in eigener Form und Größe.
- Mit „Übernehmen“ legst du den Zuschnitt als Sonderanfertigung in den Warenkorb. Aus deinen Angaben entsteht die Schnittdatei für den Laser.
- Zum Ausprobieren eignen sich zum Beispiel die Rechtecke aus Pappelsperrholz, das Rechteck aus Pappe, das Herz aus Filz oder der Stern aus PLEXIGLAS®.
- Siehst du den Knopf an einem Artikel nicht, lässt sich dieses Teil nicht mit eigenem Ausschnitt bestellen, etwa weil es schon Löcher hat. Brauchst du eine andere Form als die vier, schreib uns über „Frage zum Artikel“ auf der Artikelseite, was du vorhast.

Fazit
Ein Ausschnitt in Sperrholz, MDF, Pappe, Filz oder PLEXIGLAS® hält, wenn er groß genug für das ist, was hindurch soll, und rundherum mindestens 3 mm Material stehen bleiben. Setz das Aufhängeloch über den Schwerpunkt und bei mehreren gleichen Teilen immer an dieselbe Stelle. Dann hängt am Ende alles so, wie du es geplant hast, ohne dass du selbst zum Bohrer greifen musst.
PLEXIGLAS® ist eine eingetragene Marke der Röhm GmbH, Darmstadt.